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Bundesliga,13. Spieltag: IGR schlägt den Spitzenreiter

(tg) Düsseldorf kassierte in Remscheid die zweite Niederlage in Folge (2:4) und liegt nun nur noch dank des besseren direkten Vergleichs vor den wieder punktgleichen Herringern, die ein 12:2 über Krefeld feierten. Siegreich waren auch die Walsumer über Darmstadt (6:2), sodass an der Ligaspitze nun wieder ein Vierkampf um die Pole-Position herrscht. Dahinter klafft auf Titelverteidiger Iserlohn (6:4 über Calenberg) schon eine deutliche Lücke von neun Punkten. Die Recklinghäuser Hoffnungen auf die Play-off-Qualifikation erhielten derweil beim 0:9 in Cronenberg einen herben Dämpfer.

Spiel des Tages: IGR Remscheid – TuS Düsseldorf-Nord 4:2 (2:0)

 

Zweite Niederlage in Folge für die bis dato so souveränen Düsseldorfer, die damit nur noch dank des besseren Vergleichs mit den nun punktgleichen Herringern ihren Platz an der Sonne behalten. Remscheid dagegen kann sich nun selbst wieder Hoffnungen darauf machen, die Vorrunde als Erster zu beenden.   

Über 300 Zuschauer waren an den Hackenberg gekommen, um das Spitzenspiel zu verfolgen. Sie sollten diese Entscheidung nicht bereuen! Von der ersten Sekunde an gaben beide Seiten Vollgas, legten dabei aber durchaus zunächst Wert auf die Absicherung es eigenen Tores. Dennoch gab es in beiden Strafräumen genügend packende Szenen, um bei den Fans beider Lager immer wieder den Blutdruck in die Höhe zu treiben.

Eine Zeitstrafe gegen Diogo Carrilho (11.) verschaffte den Remscheidern in Form einer Überzahl den nötigen Raum, um durch Maximilian Richter in Führung zu gehen, nachdem der Strafstoß zunächst von TuS-Keeper Luca Brandt abgewehrt worden war (12.). Als die Düsseldorfer wieder komplettiert hatten, war es wieder der offene Schlagabtausch wie zuvor.

In der 18. Minute kam es dann zu einer Duplizität der Ereignisse, wenn auch mit anderen Protagonisten. Nun „durfte“ Tobias Paczia für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen, Luca Brandt wehrte aber wieder den Direkten ab. Und fast hätten die TuSler auch die Unterzahlphase heil überstanden, doch wenige Augenblicke vor Ablauf der Strafzeit brachte Daniel Strieder den Ball doch zum 2:0 über die Linie (20.).

In der Kabine hatten sich die Düsseldorfer dann einiges überlegt, um den Rückstand schnellstmöglich aufzuholen. Aber die Hausherren rochen den Braten, denn sie hatten das perfekte Gegenmittel parat: Yannick Peinke enteilte zum 3:0 (28.). Und von diesem erneuten Nackenschlag erholten sich die Rheinländer nur sehr langsam, was auch daran lag, dass die IGR-Defensive nun einen nahezu lückenlosen Riegel vor dem eigenen Tor aufbaute und dadurch auch eine Zeitstrafe für Yannick Peinke (30.) schadlos überstand.

In der 39. Minute aber setzte Andreas Paczia den Hebel richtig an und schloss seine Attacke mit dem 1:3 ab. Ging da noch was für den Tabellenführer? Die Antwort fiel nur drei Minuten später, als mit Andre Beckmann bereits der dritte TuSler eine zweiminütige Zwangspause erhielt. Daniel Strieder trat an den Punkt und nutzte auch dieses TuS-Vergehen zu einem Treffer – 4:1 (42.). Und komplettieren konnten sich die Gäste auch nicht, denn unmittelbar nach dem IGR-Tor sah Tarek Abdalla ebenfalls „Blau“.

Die Gäste haderten nun mit dem Schicksal und versäumten es, nach dem 10. IGR-Teamfoul aufzuschließen (43.), war die Spannung sicherlich noch einmal erhöht hätte, weil es dann nach Diogo Carrilhos Treffer (44.) nur noch ein Tor Differenz hätte sein können. So aber brachte das zweite TuS-Tor die Bergischen nicht mehr ins Wanken.        

IGR Remscheid:J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, A. Ober, D. Strieder, T. Cramer, Y. Lukassen. – TuS Düsseldorf-Nord: Lu. Brandt, J. Kutscha; T. Abdalla, D. Carrilho, A. Beckmann, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia, J. Pink, D. van Willigen. – Schiedsrichter: D. Loewe / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (12./Überzahl) M. Richter, 2:0 (20./Überzahl) D. Strieder, 3:0 (28.) Y. Peinke, 3:1 (39.) A. Paczia, 4:1 (42./Direkter), 4:2 (44.) D. Carrilho. - Zeitstrafen: IGR 2 min (Y. Peinke/30.) – TuS 8 min (D. Carrilho/11. - T. Paczia/18. - A. Beckmann/42. - T. Abdalla/42.) - Teamfouls: IGR 11 – TuS 8.


SK Germania Herringen – HSV Krefeld 12:2 (4:0)

Die Herringer Tormaschine lief gegen Krefeld auf Hochtouren, doch die Germanen hätten beliebig viele Treffer erzielen können: Durch das verlorene Spiel in Düsseldorf kamen sie am nun punktgleichen TuS (noch?) nicht vorbei.

Kevin Karschau legte früh los (5./6.), doch danach wollte die Kugel partout kein weiteres Mal ins HSV-Tor. Dies lag zum einen am bestens aufgelegten Torwart Marcell Hass, aber zum anderen auch daran, dass die drückend überlegenen Hausherren mitunter zu verspiel agierten. So dauerte es bis zur 20. Minute und bedurft eines Strafstoßes, ehe Kevin Karschau seine Mannen zum dritten Mal Jubeln ließ. Das 4:0 – ebenfalls vom SKG-Torjäger Nr. 1 – folgte stehenden Fußes.

Das 0:4 war für die eifrig rackernden Krefelder indes schmeichelhaft, wie sich nach dem Seitenwechsel deutlich zeigt. Nun gingen die Westfalen wesentlich zielstrebiger zu Werke und schraubten ihre Führung durch Kevin Karschau (30.), Robin Schulz (30.), Liam Hages (32.) sowie Lucas Karschau (38./41.) kontinuierlich in die Höhe. Der Schlussakkord gehörte dann wieder Kevin Karschau, der für die Germanen noch einen Hattrick nachlegte (47./48./50.), während in dieser wilden Phase Steve Emmrich (47.) und Colin Jachtmann (49.) die Krefelder Ehrentreffer markierten.

SK Germania Herringen:M. Schartner, T. Tegethoff; K. Karschau, Li. Hages, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau, Lu. Hages. – HSV Krefeld: M. Hass (ab 41. R. Surrey); S. Holtzer, M. Hendricks, D. Horchmer, M. Hackel, D. Quabeck, N. Kluschewski, C. Jachtmann, S. Emmrich. – Schiedsrichter: T. Ehlert / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (5.) K. Karschau, 2:0 (6.) K. Karschau, 3:0 (20./Direkter) K. Karschau, 4:0 (21.) K. Karschau, 5:0 (30./Direkter) K. Karschau, 6:0 (30.) R. Schulz, 7:0 (32.) Li. Hages, 8:0 (38.) L. Karschau, 9:0 (41.) L. Karschau, 10:0 (47.) K. Karschau, 10:1 (47.) S. Emmrich, 11:1 (48.) K. Karschau, 11:2 (49./Direkter) C. Jachtmann, 12:2 (50.) K. Karschau. - Zeitstrafen: SKG 6 min (J. Klein/ 18. - Lu. Hages/23. & 41.) – HSV 6 min (D. Horchmer/20. - S. Holtzer/30. - M. Hass/41.) - Teamfouls: SKG 5 – HSV 4.


RESG Walsum – RSC Darmstadt 6:2 (3:1)

Eine gute Halbzeit lang war es ein Tanz auf des Messers Schneide, bei dem beide Mannschaften gute Chancen liegen ließen. Nachdem die Walsumer dann aber in Führung gegangen waren, ließen sie sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Darmstadt überraschte die roten Teufel mit dem frühen 1:0 von Felix Bender (3.), doch die Schockstarre hielt nur kurz vor: Nur zwei Minuten darauf war Sebastian Haas mit dem Ausgleich zur Stelle. Es folgte ein offener, temporeicher Schlagabtausch mit etlichen Torszenen hüben wie drüben, und etlichen spektakulären Rettungstaten der Torsteher Tobias Wahlen (RESG) und Philip Leyer (RSC).

Doch aus einem durchaus leistungsgerechten Gleichstand zur Pause wurde nichts, denn in der Schlussphase des ersten Durchgangs hatten die Walsumer den längeren Atem und fanden durch Felipe Sturla (18.) und Sebastian Haas (22.) binnen weniger Minuten zweimal eine Lücke in der Abwehr der Hessen.

Die wiederum versuchten zum Auftakt in die zweite Runde wieder einen Blitzstart hinzulegen, doch dieses Mal passten die Hausherren besser auf – und konterten eiskalt mit einer weiteren Doublette des Duos Sebastian Haas (32.) und Felipe Sturla (34.). Max Hack verkürzte zwar umgehend, doch der Rekordmeister ließ in der Folge nicht mehr viel anbrennen, machte vielmehr mit dem 6:2 von Xavier Berruezo in der 42. Minute den Sack endgültig zu. 

RESG Walsum:T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila-Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, F. Sturla. – RSC Darmstadt: P. Leyer, M. Mensah; F. Bender, P. Cuntz, P. Wagner, M. Hack, M. Behnke, M Abdi, N. Koch. – Schiedsrichter: C. Niestroy / T. Sörensen.

Torfolge: 0:1 (3.) F. Bender, 1:1 (5.) S. Haas, 2:1 (18.) F. Sturla, 3:1 (22.) S. Haas, 4:1 (32.) S. Haas, 5:1 (34.) F. Sturla, 5:2 (35.) M. Hack, 6:2 (42.) X. Berruezo. - Zeitstrafen: RESG 0 min – RSC 0 min - Teamfouls: RESG 12 – RSC 8.


ERG Iserlohn – SC Bison Calenberg 6:4 (2:3)

Abermals eines Kraftakts bedurfte es beim Titelverteidiger aus Iserlohn, um auf heimischem Parkett gegen kampf- und spielstarke Calenberger keine Bruchlandung zu erleben.

Schon die Startphase versprach nichts Gutes für die Hausherren, die sich zunächst in die Defensive gedrängt sahen. Calenberg verpasste es jedoch, die Führung zu markieren – und erhielt die Quittung in Form eines Doppelschlags von Kai Milewski (8./10.). Sicherheit gab dieses 2:0 den Westfalen allerdings nicht, zumal die Niedersachsen praktisch im Gegenzug schon durch Leif Johansson den Anschluss markierten (11.). Auch in der Folge kamen die Hausherren immer wieder einen Schritt zu spät in die Zweikämpfe, was zu blauen Karten für Christopher Hegener (15.) und Kai Milewski (18.) führte. Die beiden daraus resultierenden Strafstöße waren ein Fall für Milan Brandt, der in beiden Fällen eiskalt vollstreckte.

Diesen knappen Vorsprung verteidigten die Bisons bis zum Pausenpfiff, mussten unmittelbar nach Wiederbeginn aber schon das 3:3 durch Nils Hilbertz hinnehmen (26.). Leif Johansson hatte zwar umgehend die erneute SCB-Führung parat (28.), doch Iserlohn war nun deutlich engagierter und riss das Ruder förmlich an sich. Calenbergs Bollwerk hielt noch eine kurze Weile, doch als Milan Brandt „Blau“ erhielt, war der Weg für Timon Henke zum abermaligen Ausgleich frei (32.). Und es kam für die Calenberger noch dicker: Schon zwei Minuten später traf Nils Hilbertz zum 5:4, weitere zwei Minuten darauf legte Christopher Hegener nach. Calenberg versuchte in der Folgezeit alles, um dem Spiel nochmals eine Wende zu verleihen, doch nun war Iserlohn voll konzentriert.

ERG Iserlohn:L. Kost, T. Weber; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, A. Börkei, T. henke. – SC Bison Calenberg: T. Richter, D. Mertens; L. Johansson, R. van den Dungen, M. Brandt, M. Stoffle, J. Mertens, S. Leitmann. – Schiedsrichter: T. Ullrich / S. Häger.

Torfolge: 1:0 (8.) K. Milewski, 2:0 (10.) K. Milewski, 2:1 (11.) L. Johansson, 2:2 (15./Direkter) M. Brandt, 2:3 (18./Direkter) M. Brandt, 3:3 (26.) N. Hilbertz, 3:4 (28.) L. Johansson, 4:4 (32./Direkter) T. henke, 5:4 (34.) N. Hilbertz, 6:4 (36.) C. Hegener. - Zeitstrafen: ERG 6 min (C. Hegener/15. & 44. - K. Milewski/18.) – SCB 4 min (M. Brandt/32. - L. Johansson/37.) - Teamfouls: ERG 5 – SCB 4.


RSC Cronenberg – RHC Recklinghausen 9:0 (5:0)

Theoretisch ist für Recklinghausen im Kampf um die Play-off-Teilnahme noch alles drin, schließlich sind in der Bundesliga noch neun Runden zu spielen. Die klare Niederlage in Cronenberg, zumal gegen einen unmittelbaren Konkurrenten, spricht eine andere Sprache.

Die Löwen zeigten umgehend ihre Krallen und stellten ihre Gäste mit zwei schnellen Treffern von Lucas Seidler (2.) und Benjamin Nusch (4.) vor vollendete Tatsachen. Von diesem frühen Schock erholten sich die Vester nicht mehr, zumal das RSC-Duo just in dem Moment ein weiteres Doppelpack vorlegte, als der RHC so langsam anfing, Aufwind zu sammeln (14./16.). Das 5:0 von Niko Morovic kurz vor der Halbzeitpause war somit schon die Entscheidung (21.).

Im zweiten Durchgang konnten es die Cronenberger nun ruhig angehen lassen, viel Widerstand gab es nämlich nicht mehr abzuwehren. Die größte Chance, zumindest den Ehrentreffer zu markieren, vergaben die Recklinghäuser nach einer guten halben Stunde mit dem Strafstoß nach 10. RSC-Teamfoul. In der Schlussphase gaben die Bergischen nochmal so richtig Gas und trieben durch Tore von Lucas Seidler (2), Benjamin Nusch und Jordi Molet das Resultat kräftig in die Höhe. 

RSC Cronenberg:E. Soriano, F. Hilbertz; M. Bernadowitz, J. Molet, O. Platz, B. Nusch, K. Hövelmann, S. Rath, L. Seidler, N. Morovic. – RHC Recklinghausen: D. Jakubiak, L. Andrioff; L. Sowade, P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Angenendt, M. Schürmann, S. Sowade, Niko Nohlen. – Schiedsrichter: P. Thißen / F. Tönis.

Torfolge: 1:0 (2.) L. Seidler, 2:0 (4.) B. Nusch, 3:0 (14.) B Nusch, 4:0 (16.) L. Seidler, 5:0 (21.) N. Morovic, 6:0 (43.) B. Nusch, 7:0 (44.) L. Seidler, 8:0 (47./Penalty) J. Molet, 9:0 (47.) L. Seidler. - Zeitstrafen: RSC 0 min – RHC 0 min - Teamfouls: RSC 14 – RHC 4.

 

Bundesliga,13. Spieltag: Schicksalhafter 13. Spieltag

(tg) Für die einen ist die „13“ eine Glückszahl, für die anderen ein böses Omen. Wie mit dieser Zahl umgegangen wird, entscheidet sich dabei oft genug erst im Rückblick. Dies wird am Wochenende auch in der 1. Rollhockey-Bundesliga gewiss nicht anders sein. Fakt ist allerdings, dass für einige Teams die anstehende 13. Runde durchaus schicksalshaft für die restliche Saison werden kann. 

Für Tabellenführer TuS Düsseldorf-Nord kommt es derzeit Schlag auf Schlag: Nach Herringen und Walsum steht am Samstag bei der IGR Remscheid das dritte Spitzenspiel in Folge an (16 Uhr – Sporthalle Hackenberg). Die große Frage dabei: Wie haben die Unterrather ihre erste Saisonniederlage verdaut, die mit 1:6 im prestigeträchtigen Niederrheinderby gegen Walsum eine überaus bittere Pille war? An der Spitzenstellung hat sich für den TuS dadurch zwar vorerst nichts verändert, doch nicht nur die Konkurrenz aus dem Bergischen ist damit wieder auf Tuchfühlung heran gekommen. Aktuell beträgt die Differenz zwar noch sechs Punkte, doch Remscheid hat auch ein Spiel weniger absolviert, könnte im Erfolgsfall also theoretisch gleichziehen. Um die Düsseldorfer aber auch zu überflügeln, dazu bräuchte die IGR nach dem 2:5 im Hinspiel einen Sieg mit vier Treffern Differenz.

Den direkten Vergleich mit dem Spitzenreiter hat die RESG Walsum am vergangenen Wochenende ja bereits zu ihren Gunsten entschieden (0:3/6:1), könnte somit also (ebenfalls nur in der Theorie, da ein Spiel weniger) mit Düsseldorf pari stehen. Sofern die eigenen Hausaufgaben gegen den RSC Darmstadt gemacht werden. Das Problem: Ausgerechnet in der heimischen Sporthalle Beckersloh (Sa., 15.30 Uhr) sind die roten Teufel in der laufenden Serie anfällig, haben dort ihre zwei bisherigen Niederlagen kassiert. Und die Hessen sind insbesondere in der Fremde eifrige Punktesammler: Sieben ihrer zehn Zähler holten sie fern ab der Heimat. Das erste Aufeinandertreffen indes war eine klare Sache für die Walsumer, die 8:2 gewannen.

Nicht nur in der Theorie, sondern auch ganz praktisch am bisherigen Ligaprimus vorbeiziehen kann der SK Germania Herringen, dem am Samstagabend ab 18 Uhr in der Glückauf-Arena zudem mit dem HSV Krefeld nicht gerade ein beängstigender Kontrahent gegenüberstehen wird. Mit 9:1 distanzierten die Westfalen den Vorletzten im ersten Match, daheim werden sie alles daran setzen, erneut in dieser Größenordnung abzuschließen. Für die Krefelder dagegen ist die Saison nach dem 3:4 im Sechs-Punkte-Duell mit Recklinghausen im Grunde schon gelaufen. Die Play-offs sind außer Sichtweite geraten, aber auch aus der Abstiegszone droht derzeit keine Gefahr.

Das 7:3 der ERG Iserlohn vor wenigen Monaten beim SC Bison Calenberg war der letzte Lichtblick für den deutschen Meister, der seitdem mehr Schatten produzierte und nicht von ungefähr nur auf Rang 6 liegt. Zuletzt etwas das mühsame 6:5 über Recklinghausen gefolgt vom 1:15-Debakel in der European League beim CGC Viareggio. Nun kommen die Niedersachsen zum Gegenbesuch an den Hemberg (Sa. 15.30 Uhr), und gilt dabei durchaus als leicht favorisiert. Einerseits, weil die Bisons in der Tabelle besser dastehen als der Titelverteidiger. Andererseits, weil die Iserlohner personell momentan nicht ihre beste Formation aufbieten können.

Einen endgültigen Hacken an die Play-off-Qualifikation könnte am Samstag der RSC Cronenberg machen, sofern gegen den RHC Recklinghausen gelingt, dem 8:3-Hinspielerfolg einen weiteren Sieg folgen zu lassen (15.30 Uhr – Alfred-Henckels-Halle). Für die Vester bedeutet dies im Umkehrschluss, dass es für sie ein weiteres Endspiel in Richtung Top-Acht ist, das eigentlich nicht verloren gehen darf. Zwar ist auch Darmstadt noch in Reichweite, doch sollten die Bergischen siegreich sein, wäre vieles für Recklinghausen nur noch graue Theorie.

 

Der Spieltag im Überblick …

… am 20. Januar 2018 mit dem 13. Spieltag                     

ERG Iserlohn - SC Bison Calenberg, 15.30 Uhr, Hemberg-Sporthalle

RSC Cronenberg - RHC Recklinghausen, 15.30 Uhr, Alfred-Henckels-Halle

RESG Walsum - RSC Darmstadt, 15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh

IGR Remscheid - TuS Düsseldorf-Nord, 16.00 Uhr, Sporthalle Hackenberg

SK Germania Herringen - HSV Krefeld, 18.00 Uhr, Glückauf-Arena

spielfrei:SC Moskitos Wuppertal

 

Bundesliga,12. Spieltag: Derbysieg!

(tg) Walsum hat die Dominanz der Düsseldorfer geknackt und macht dank des überaus klaren 6:1-Auswärtssieges in Niederrheinderby das Rennen an der Ligaspitze wieder spannend. Damit haben sich nicht nur die Karten des Rekordmeisters selbst verbessert, sondern auch für Remscheid und Herringen, die beide ihre Hausaufgaben machten: Der Vizemeister feierte ebenfalls einen Derbyerfolg über Cronenberg (6:2), die Westfalen ließen in Darmstadt (8:2) nichts anbrennen. Weniger souverän agierten dagegen die Calenberger, die sich gegen Schlusslicht Wuppertal zu einem 11:7 mühten. Im Kellerduell behielt derweil Recklinghausen mit 4:3 die Oberhand in Krefeld und darf somit weiterhin auf die Play-off-Qualifikation hoffen.

Spiel des Tages: TuS Düsseldorf-Nord – RESG Walsum 1:6 (0:3)

Im elften Spiel hat es nun auch die Düsseldorfer erwischt. Und das die erste Saisonniederlage just im Niederrhein-Derby gegen Walsum kassier wurde, kommt nicht überraschend: Schon in den zurückliegenden Jahren nahmen sich die beiden Kontrahenten stets in fremder Halle die Punkte weg.

Ein Doppelpack von Felipe Sturla und Sebastian Haas (5.) bescherte den roten Teufeln einen Traumstart. Und die Walsumer hätten ihre Führung kurz darauf noch weiter festigen können, zogen aus einer zwei-Minuten-Strafe gegen TuS-Keeper Jan Kutscha aber keinen weiteren Nutzen (9.). Somit konnten die Düsseldorfer im weiteren Verlauf die Partie offener gestalten und kamen auch zu guten Chancen, bissen sich letztlich jedoch die Zähne an RESG-Torsteher Tobias Wahlen aus, dem bei einem Strafstoß von Tobias Paczia nach „Blau“ für Sebastian Haas der Querbalken zur Seite stand (19.). Statt des TuS-Anschlusses folgte wenig später das dritte Walsumer Tor: Felipe Sturla schickte die Hausherren mit einem weiteren Dämpfer in die Kabine (23.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs versuchten die TuSler sich dann durch Körperlichkeit zurück ins Spiel zu kämpfen, gingen dabei aber etwas zu robust zu Werke und kassierten zwei weitere blaue Karten. Die für Andreas Paczia blieb noch folgenlos (29.), als dann aber Tarek Abdalla auf die Strafbank musste (34.), verwandelte Christopher Nusch den Direkten gekonnt. Mit diesem 4:0 für den Rekordmeister war im Grunde alles entschieden: Die Gastgeber ergaben sich in ihrem Schicksal, Walsum tat nun nicht mehr als unbedingt notwendig. Erst in den Schlussminuten kam noch einmal Fahrt aus, als zunächst Xavier Berruezo und Miquel Vila-Gallaguet binnen Sekunden auf 6:0 erhöhten, ehe Diogo Carrilho noch der TuS-Ehrentreffer gelang (50.).         

TuS Düsseldorf-Nord:J. Kutscha (9. - 13. Lu. Brandt); T. Abdalla, D. Carrilho, A. Beckmann, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia, J. Pink, D. van Willigen. – RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila-Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, F. Sturla. – Schiedsrichter: M. Brosien / T. Ullrich.

Torfolge: 0:1 (5.) F. Sturla, 0:2 (5./Penalty) S. Haas, 0:3 (23./Penalty) F. Sturla, 0:4 (34./Direkter) C. Nusch, 0:5 (49./Direkter) X. Berruezo, 0:6 (49.) M. Vila Gallaguet, 1:6 (50.) D. Carrilho. - Zeitstrafen: TuS 6 min (J. Kutscha/9. - A. Paczia/29. - T. Abdalla/34.) – RESG 2 min (S. Haas/19.) - Teamfouls: TuS 10 – RESG 6.

RSC Darmstadt – SK Germania Herringen 2:8 (2:3)

Zur Pause hatte SKG-Trainer Christian Zarod noch das ungute Gefühl eines Déjà-vus, doch dass hielt in Darmstadt nur kurz an: Unter dem Strich fuhr Herringen in Südhessen einen souveränen Sieg ein.

Der Grundstein dafür wurde schon in der ersten Viertelstunde gelegt, in der die Germanen aus sicherer Defensive heraus blitzschnell umschalteten und durch Kevin Karschau (8./13.) sowie Stefan Gürtler (15.) ihre besten Chancen auch in Tore ummünzten. Die Hausherren kamen zwar auch zu guten Abschlüssen, fanden aber in SKG-Schlussmann Timo Tegethoff stets ihren Meister. In der 20. Minute aber leistete sich der Keeper eine blauwürdige Unsportlichkeit, die Max Hack per Penalty das 1:3 einbrachte.

Als dann wenig später wieder Timo Tegethoff ins Tor rückte, war dieser durch die unfreiwillige Pause so aus dem Rhythmus gebracht, dass er sich prompt das 2:3 von Felix Bender einfing. Sollte den Herringern also wieder eine klare Führung aus den Hängen gleiten wie eine Woche zuvor in Düsseldorf?

Die Antwort kam schnell nach dem Seitenwechsel. Und sie fiel in Form von Toren durch Liam Hages (27.) und Kevin Karschau (28.) eindeutig aus. Als Lucas Karschau in der 35. Minute schon das 6:2 nachlegte, war die Richtung endgültig unumkehrbar, denn die Hessen hatten kein Rezept, um die Westfalen nochmals in Verlegenheit zu bringen. Vielmehr legten Stefan Gürtler (43.) und Justin Klein (49.) noch zwei Treffer oben drauf.

RSC Darmstadt:P. Leyer, M. Mensah; F. Bender, P. Cuntz, P. Wagner, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, A. Andrade, J. Rohmert. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff (20. - 23. F. Schulze); K. Karschau, Li. Hages, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau, Lu. Hages. – Schiedsrichter: B. Ullrich / A. Feiteira.

Torfolge: 0:1 (8.) K. Karschau, 0:2 (13.) K. Karschau, 0:3 (15.) S. Gürtler, 1:3 (20./Penalty) M. Hack, 2:3 (24.) F. Bender, 2:4 (27.) Li. Hages, 2:5 (28.) K. Karschau, 2:6 (35.) L. Karschau, 2:7 (43.) S. Gürtler, 2:8 (49.) J. Klein. - Zeitstrafen: RSC 0 min – SKG 2 min (T. Tegethoff/20.) - Teamfouls: RSC 9 – SKG 2.

SC Bison Calenberg – SC Moskitos Wuppertal 11:7 (4:4)

Milan Brandt vs. Wuppertal = 9:7. Oder anders gesagt: Hätten die Calenberger an diesem Spieltag auf ihren Torjäger verzichten müssen, sie hätten gegen das Schlusslicht ihr blaues Wunder erlebt...

Nachdem Milan Brandt in den ersten fünf Minuten bereits zweimal erfolgreich gewesen war, schien noch alles in den ganz nach den Erwartungen bei den Niedersachsen zu laufen, gegen Wuppertal ein klares Ergebnis einzufahren. Doch eine blaue Karte für Rico van den Dungen (7.) ermöglichte Robin Hauck den Anschlusstreffer. Und keine zwei Minuten später gelang Nick Brikmann sogar der Ausgleich, woraufhin sich bei den Hausherren erstmals Verwunderung einstellte.

Doch fünf Minuten später war ja wieder alles in Ordnung, denn Milan Brandt hatte zunächst in Überzahl (Marcel Mirscheid saß auf der Strafbank/10.) und dann im Alleingang (15.) wieder zwei Tore vorgelegt. Doch wieder freuten sich die Bisons zu früh, bis zur Pause stellten Robin Hauck (17.) und Nick Brikmann (22.) erneut den Gleichstand her.

Eine geharnischte Kabinenpredigt weckte die Calenberger dann aber offenbar auf, denn nach dem Seitenwechsel ging es Schlag auf Schlag: Milan Brandt langte gleich dreimal hin, Rico van den Dungen steuerte ein Tor bei – 8:4 (35.). Ein weiteres Brandt-Doppelpack (40./42.) machte den Sieg dann endgültig klar, doch waren die beiden Tore durchaus noch wichtig. Denn danach spielten plötzlich nur noch die Gäste und kamen durch Marcel Mirscheid, Nick Brikmann und Dennis Meuer bis auf 7:10 heran (49.), ehe Rico van den Dungen den Schlusspunkt setzte.

SC Bison Calenberg:T. Richter, A. Schadinsky; L. Johansson, R. Johansson, R. van den Dungen, M. Brandt, M. Bässler, M. Stoffle, D. Kuczynski, T. Tilborghs. – SC Moskitos Wuppertal: R. Prange, R. Kaas; T. Lucht, D. Meuer, N. Brikmann, R. Hauck, G. Dincer, J. Spiecker, M. Mirscheid. – Schiedsrichter: P. Thißen / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (1.) M. Brandt, 2:0 (5.) M. Brandt, 2:1 (7./Direkter) R. Hauck, 2:2 (9.) N. Brikmann, 3:2 810./Überzahl) M. Brandt, 4:2 (15.) M. Brandt, 4:3 (17.) R. Hauck, 4:4 (22.) N. Brikmann, 5:4 (32.) M. Brandt, 6:4 (32.) M. Brandt, 7:4 (34.) R. van den Dungen., 8:4 (35.) M. Brandt, 9:4 (40./Direkter) M. Brandt, 10:4 (42.) M. Brandt, 10:5 (42.) M. Mirscheid, 10:6 (44./Direkter) N. Brikmann, 10:7 (49.) D. Meuer, 11:7 (50./Direkter) R. van den Dungen. - Zeitstrafen: SCB 4 min (R. van den Dungen/7. - M. Brandt/44.) – SCM 6 min (M. Mirscheid/.9. - J. Spiecker/40. - R. Hauck/50.) - Teamfouls: SCB 11 – SCM 8.

HSV Krefeld – RHC Recklinghausen 3:4 (1:2)

Nur der Sieger darf sich noch Play-off-Hoffnungen machen, soviel war beiden Seiten im Vorfeld des Aufeinandertreffens klar. Entsprechen engagiert gingen Krefeld und Recklinghausen an die Sache heran, wobei die Vester am Ende das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite hatten.

Dies zeigte sich schon in der Startphase, in der es hüben wie drüben gleich einige Hochkaräter gab, der erste Treffer aber den Gäste gelang: Christoph Rindfleisch schloss eine schöne RHC-Angriffsaktion ab (4.). Doch Krefeld ließ sich davon nicht schocken und war dank Stan Holtzer schnell mit einer Antwort zur Stelle – 1:1 (8.).

Auf in der Folge ging es in hohem Tempo hin und her, doch Tore ließen nun auf sich warten. Erst in der 17. Minute fand Marlon Angenendt eine Lücke, der RHC lag wieder knapp vorne. Allerdings nur bis wenige Minuten nach dem Seitenwechsel, dann war es erneut Stan Holtzer, der für den Gleichstand sorgte.

Es schloss sich abermals eine lange Phase ohne Treffer an, in der es aber mehrfach vor den Tore lichterloh brannte. Es war also allen klar, der nächste Fehler könnte bereits entscheidend sein. Christoph Rindfleisch ließ das Pendel wieder für die Gäste ausschlagen (47.), doch abermals meldete sich Krefeld zurück, bejubelte gut 90 Sekunden vor Ablauf der Uhr das 3:3 von Daniel Quabeck. Für einen Punktgewinn reichte es aber dennoch nicht, denn wenige Augenblicke vor dem Abpfiff donnerte Niklas Nohlen die Kugel zum 4:3 in die HSV-Maschen.

HSV Krefeld:M. Hass, R. Surrey; S. Holtzer, M. Hendricks, M. Hackel, D. Quabeck, P. Greiffenstein, N. Kluschewski, C. Jachtmann, S. Emmrich. – RHC Recklinghausen: D. Jakubiak, L. Andrioff; L. Sowade, P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Angenendt, M. Schürmann, S. Sowade, Niko Nohlen. – Schiedsrichter: G. Richter / A. Richter.

Torfolge: 0:1 (4.) C. Rindfleisch, 1:1 (8.) S. Holtzer, 1:2 (17.) M. Angenendt, 2:2 (32.) S. Holtzer, 2:3 (47.) C. Rindfleisch, 3:3 (49.) D. Quabeck, 3:4 (50.) Niklas Nohlen. - Zeitstrafen: HSV 0 min – RHC 0 min - Teamfouls: HSV 5 – RHC 8.

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Nachholspiel vom 10. Spieltag: IGR Remscheid – RSC Cronenberg 6:2 (2:1)

Die neue Rangfolge im Bergischen bleibt vorerst Unantastbar: Vizemeister Remscheid hielte Altmeister Cronenberg auch im siebten Derby in Folge klar auf Distanz.

Die Rollenverteilung war schon in der Anfangsphase klar zu erkennen: Während die Hausherren sofort das Zepter in die Hand nahmen, konzentrierten sich die Cronenberger zunächst klar auf ihre Defensivarbeit. Dennoch wäre der erste Treffer beinahe auf das Konto der Gäste gebucht worden, doch die RSCler zogen aus der blauen Karte für Fabian Selbach (9.) keinen zählbaren Nutzen.

Und so war es dann doch der Favorit, der den ersten Akzent setzte – und dabei konsequent eine Zeitstrafe für Benjamin Nusch verwerteten: Daniel Strieder verwandelte den Direkten souverän (12.), kurz darauf folgte gegen unsortierte Gäste das 2:0 durch Yannick Peinke (14.). Noch aber boten die Gäste den Derbygesetzen entsprechend Paroli und wurden mit dem Anschlusstor von Jordi Molet kurz vor der Pause für ihre Anstrengungen belohnt.

Allzu lange hielten die Hoffnungen, dem Vizemeister ein Bein zu stellen, indes nicht an: Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff stellte Yannick Peinke die Zwei-Tore-Führung der Remscheider wieder her. Der Durchbruch war dies gegen kampfstarke Cronenberg zwar noch nicht, aber die IGR spielte ihren Vorteil nun clever aus und wartete geduldig auf Fehler der Gäste, um dann per Doppelschlag von Daniel Strieder (37.) und Yannick Peinke (40.) alles klar zu machen. Die weiteren Tore von Daniel Strieder (47.) und Nico Morovic (50.) waren letztlich nur noch für die Statistik.  

IGR Remscheid:J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, L. Friese, M. Richter, A. Ober, D. Strieder, Y. Lukassen. – RSC Cronenberg: L. Geisler, F. Hilbertz; M. Bernadowitz, J. Molet, B. Nusch, K. Hövelmann, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler, N. Morovic. – Schiedsrichter: T. Ehlert / T. Sörensen.

Torfolge: 1:0 (12./Direkter) D. Strieder, 2:0 (14.) Y. Peinke, 2:1 (25.) J. Molet, 3:1 (27.) Y. Peinke, 4:1 (37.) D. Strieder, 5:1 (40.) Y. Peinke, 6:1 (47.) D. Strieder, 6:2 (50.) N. Morovic. - Zeitstrafen: IGR 2 min (F. Selbach/9.) – RSC 4 min (B. Nusch/12. - K. Riedel/49.) - Teamfouls: IGR 7 – RSC 20.


 

Bundesliga,12. Spieltag: Bergisches Derby in Hackenberg

(tg) Düsseldorf ist aktuell das Eizentrum des deutschen Rollhockeys! Einerseits sind die Rheinländer als einziges Team noch ohne Verlustpunkt und damit zu Recht Spitzenreiter, zum anderen kommt es in Unterrath am Samstag zum ewig jungen Niederrhein-Derby gegen Walsum. Damit aber noch nicht genug, auch im Bergischen Land ist Derbyzeit: Vizemeister Remscheid duelliert sich mit Cronenberg. Im Ligakeller wird derweil das letzte Fünkchen Play-off-Hoffnung zwischen Krefeld und Recklinghausen vergeben. 

Die Hinrunde endete vergangene Woche für den TuS Düsseldorf-Nord mit einem Heimsieg im Gipfeltreffen mit Herringen. Nun folgt am Samstag der nächste Knüller in der Rollsporthalle Unterrath, wo es ab 16 Uhr zum Niederrheinderby mit der RESG Walsum kommen wird. Mit einem 3:0-Erfolg über den Rekordmeister begann für die Düsseldorfer vor etwas mehr als drei Monaten die erfolgreichste Saison seit dem Meistergewinn von 1997 – und natürlich soll die TuS-Serie auf zwölf „Dreier“ in Folge ausgebaut werden. Die Walsumer werden dagegen alles daran setzen, ihren Gastgebern die Suppe zu versalzen. Und dies nicht nur, um sich für die eigene Niederlage Ende September zu revanchieren, sondern auch, um das Rennen an der Tabellenspitze wieder spannender zu gestalten.


Den roten Teufeln die Daumen drücken werden sicherlich die Akteure des SK Germania Herringen, könnten diese dann doch dank der fremden Hilfe selbst auch wieder auf die Poleposition schielen. Vorausgesetzt, sie erfüllen ihre eigene Aufgabe im hessischen Landesleistungszentrum beim RSC Darmstadt (Sa., 18 Uhr). Im Hinspiel gab es ein klares 6:0 für die Westfalen, die auch ihren letzten Ausflug nach Hessen überaus positiv gestalteten und die Krokodile an eigener Wirkungsstätte mit 10:1 abfertigten. Für die Darmstädter ist es derweil erst das dritte (!) Heimspiel im zehnten Saisoneinsatz, wobei der RSC dabei einen Sieg und eine Niederlage verbuchte. 


In der emotionalen Zwickmühle gegenüber Walsum befindet sich indes die IGR Remscheid, die am Samstag zwar turnusgemäß frei hätte, am Samstag aber im aus der Vorwoche nachzuholenden bergischen Derby den RSC Cronenberg (16 Uhr – Sporthalle Hackenberg) zu Gast haben wird, der frei wurde, da dessen angesetzter Gegner Iserlohn in der European League im Einsatz sein wird. Einerseits wäre der Vizemeister über einen RESG-Erfolg nicht unglücklich, würden dadurch doch die eigenen Chancen auf die Spitzenplätze verbessert. Andererseits würden die Walsumer den Remscheidern damit auf der Pelle bleiben und die IGR im Derby ihrerseits dazu verdonnert, ihrer Favoritenrolle auch gerecht zu werden und den vierten Heimsieg über die Wuppertaler in Folge einzufahren. Der jüngst davon war im Play-off-Viertelfinale im Sommer 2016 sehr deutlich: 14:6 hieß es am Ende für Remscheid.

Nach der 2:10-Enttäuschung zum Jahresbeginn gegen Remscheid, kommt dem SC Bison Calenberg das anstehende Heimspiel gegen den SC Moskitos Wuppertal sicherlich gerade recht, um die klare Schmach wett zu machen (Sa., 18 Uhr – Sporthalle Eldagsen). Die Niedersachsen haben im ersten Treffen mit 15:0 klare Worte gefunden, die Moskitos sind seitdem die rote Laterne nicht mehr losgeworden und es nur in einem ihrer acht Spiele geschafft, weniger als zehn Gegentore zu kassieren.

Spannender wird da sicherlich das Aufeinandertreffen zwischen dem HSV Krefeld und dem RHC Recklinghausen, deren Bilanzen zur Halbzeit der Saison mit je drei Punkten ähnlich ausfallen. Der Abstand zur Play-off-Zone beträgt damit jeweils sechs Punkte – und nur der Sieger dieses Kellerduells darf sich wohl noch Hoffnungen machen, über den Strich kommen zu können. Derzeit haben die Recklinghäuser nach 7:3-Sieg im Hinspiel im direkten Duell die Nase leicht vorne, und nach dem starken Auftritt in Iserlohn auch durchaus die besseren Karten. Zu Hause sind die Krefelder allerdings auch für die Schwergewichte der Liga nicht selten ein Stolperstein und dürfen sich deshalb berechtigte Chancen auf eine erfolgreiche Revanche ausrechnen (Sa., 18 Uhr - Bonhoeffer-Halle).

 

Der Spieltag im Überblick …

… am 13. Januar 2018 mit dem 12. Spieltag                                 

TuS Düsseldorf-Nord - RESG Walsum, 16.00 Uhr, Rollsporthalle Unterrath

SC Bison Calenberg - SC Moskitos Wuppertal.18.00 Uhr, Sporthalle Eldagsen

RSC Darmstadt - SK Germania Herringen, 18.00 Uhr, Landesleistungszentrum

HSV Krefeld - RHC Recklinghausen, 18.00 Uhr, Bonhoeffer-Halle

RSC Cronenberg - ERG Iserlohn, verlegt auf den 04.02.18, 18 Uhr

spielfrei: IGR Remscheid

… am 13. Januar 2018 mit einem Nachholspiel vom 10. Spieltag

IGR Remscheid - RSC Cronenberg, 16.00 Uhr, Sporthalle Hackenberg
 

… am 17. Januar 2018 mit einem Nachholspiel vom 11. Spieltag

RSC Cronenberg - SC Moskitos Wuppertal, 20.00 Uhr, Alfred-Henckels-Halle

 

Bundesliga,11. Spieltag: IGR schlägt Bisons 10:2

(tg) Elf Spiele = elf Siege: Düsseldorf hat auch im Spitzenspiel gegen Herringen seine weiße Weste gewahrt (5:4) und damit eine lupenreine Hinrunde gespielt – und ist somit der absolute Topfavorit auf den Meistertitel 2018. Welche Rolle Titelverteidiger Iserlohn dabei spielen wird, ist derweil noch völlig offen. Beim mühsamen 7:5 über Recklinghausen waren die Sauerländer allerdings alles andere als meisterlich. Deutliche Ambitionen hat dagegen „Vize“ Remscheid, der in Calenberg mit 10:2 ein deutliches Zeichen in Richtung Rheinland setzte.


Spiel des Tages: TuS Düsseldorf-Nord – SK Germania Herringen 5:4 (2:3)

Es war das erwartete Duell zwischen Top-Abwehr und  Spitzenoffensive, in der Düsseldorfs Defensive letztlich den pfeilschnellen Gästestürmern den Zahn zog und sorgte an der Tabellenspitze für klare Verhältnisse sorgt.

Dabei waren es die Germanen, die schneller und besser in dieses Gipfeltreffen hinein kamen. Die Hausherren igelten sich in den ersten Minuten zu sehr vor dem eigenen Tor ein und spielten ihren Gästen damit in die Karten, was Stefan Gürtler (9.) und Robin Schulz (10.) mit einem Doppelpack auch in Zahlen ausdrückten.

Dennoch ließen sich die Düsseldorfer auch dadurch nicht aus ihrem Konzept bringen, hielten die Reihen vor dem eigenen Tor also eng und kamen schließlich auch nach vorne besser in Fahrt. Andreas Paczia war es schließlich, der mit seinem Anschlusstor den Knoten platzen ließ (16.), zumal Davy van Willigen drei Minuten später einen Konter zum 2:2-Gleichstand abschloss.

Fortan war es ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Seiten ihren Rollen jedoch treu blieben, auch wenn der TuS deutlich mehr als üblich in die Offensive ging und Herringen sich häufiger als gewohnt in die Defensive gedrängt sah. Folglich war es nur ein Zufall, dass Robin Schulz die Westfalen noch vor der Pause wieder in Führung schoss (22.). Der Treffer hätte ebenso gut auf der anderen Seite Fallen können.

Und so war es nicht weiter verwunderlich, dass Düsseldorfs Antwort nach Wiederbeginn nicht lange auf sich warten ließ: Tarek Abdalla markierte in der 30. Minute den erneuten Ausgleich. Gemessen an den Spielanteilen ein gerechtfertigter Zwischenstand, wie sich im weiteren Verlauf noch bestätigte. Die Partie wogte hin und her, Chancen gab es für beide Teams quasi im Minutentakt, doch Tore blieben – auch dank hervorragender Torwartleistungen von Jan Kutscha und Timo Tegethoff – aus.

Folglich wurde es mit nahendem Spielende immer mehr zur Gewissheit, dass der nächste Fehler entscheidend sein könnte. Da aber zugleich das hohe Tempo langsam die Kraftreserven aufbrauchte, ließen sich Unkonzentriertheiten nicht mehr komplett verhindern – und im Ausnutzen dieser seltenen Momente war Düsseldorf dann besser. So brachte Andre Beckmann nach einem SKG-Ballverlust einen Konter mit dem 4:3-Führungstreffer zum Abschluss (44.). Und als die Gäste infolgedessen noch mehr in die  Offensive gingen, enteilte Diogo Carrilho zum 5:3 (47.). Herringen warf danach zwar nochmal alles in die Waagschale, doch mehr als eine Verkürzung durch Lucas Karschau wenige Sekunden vor Ablauf der Uhr gelang den Germanen nicht.      

TuS Düsseldorf-Nord:J. Kutscha, Lu. Brandt; T. Abdalla, D. Carrilho, A. Beckmann, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia, J. Pink, D. van Willigen. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau, Lu. Hages. – Schiedsrichter: D. Loewe / T Ullrich.

Torfolge: 0:1 (9.) S. Gürtler, 0:2 (10.) R. Schulz, 1:2 (16.) A. Paczia, 2:2 (19.) D. van Willigen, 2:3 (22.) R. Schulz, 3:3 (30.) T. Abdalla, 4:3 (44.) A. Beckmann, 5:3 (47.) D. Carrilho, 5:3 (50.) L. Karschau. - Zeitstrafen: TuS 0 min – SKG 0 min - Teamfouls: TuS 6 – SKG 12.


SC Bison Calenberg – IGR Remscheid 2:10 (0:3)

Chancenlos waren die Calenberger im Duell mit Vizemeister Remscheid, aus deren Reihen Yannick Peinke mit sieben (!) Toren nachdrücklich auf sich aufmerksam machte.

Etwas mehr als fünf Minuten durften sich die Calenberger Hoffnungen machen, den Remscheidern auf Augenhöhe im Kampf um die Punkte zu begegnen. Dann aber sah Rico van den Dungen die blaue Karte (6.), was eine zweiminütige Unterzahl für die Hausherren nach sich zog, in dessen Verlauf Yannick Peinke zum ersten Mal an diesem Abend zuschlug (8.). Die Bison wollten dann schnellstmöglich den Rückstand egalisieren, liefen damit aber ins offene Messer und fingen sich nur drei Minuten darauf das 0:2 – wieder war Yannick Peinke zur Stelle.

Mit dieser Führung im Rücken kontrollierten die Bergischen dann in aller Ruhe das Geschehen und lauerten geduldig auf ihre Chancen, während sich die Hausherren die Zähne an der IGR-Abwehr ausbissen. Da die Gäste nun aber echt fahrlässig mit ihren Gelegenheiten umgingen, blieb den die Niedersachsen die Hoffnung, über den Anschlusstreffer zurück ins Spiel zu kommen.

Umso herber war der dritte Nackenschlag in der 23. Minute durch Daniel Strieder, dem – kaum dass die Kugel wieder rollte – IGR-Tor Nummer vier durch Fabian Selbach folgte (27.). Dieser Doublette kurz vor und nach der Pause nahm den Hausherren den letzten Wind aus den Segeln, fortan hatten die Gäste frei Bahn. Dabei tobte sich vor allem Yannick Peinke regelrecht aus, der noch fünfmal ins Schwarze traf. Daniel Strieder steuerte den zehnten Treffer bei, während Marvin Stoffle und Milan Brandt in der Schlussphase etwas Ergebniskosmetik betrieben. 

SC Bison Calenberg:D. Mertens, A. Schadinsky; J. Mertens, L. Johansson, R. Johansson, R. van den Dungen, M. Brandt, M. Bässler, M. Stoffle, D. Kuczynski. – IGR Remscheid: J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, D. Strieder, T. Cramer, Y. Lukassen. – Schiedsrichter: T. Ehlert / L. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (8./Überzahl) Y. Peinke, 0:2 (11.) Y. Peinke, 0:3 (23.) D. Strieder, 0:4 (27.) F. Selbach, 0:5 (37.) Y. Peinke, 0:6 (38.) D. Strieder, 1:6 (42.) M. Stoffle, 1:7 (42.) Y. Peinke, 2:7 (43./Direkter) M. Brandt, 2:8 (46.9 Y. Peinke, 2:9 (48.) Y. Peinke, 2:10 (50.) Y. Peinke. - Zeitstrafen: SCB 4 min (R. van den Dungen/6. & 16.) – IGR 2 min (T. Cramer/43.) - Teamfouls: SCB 13 – IGR 12.


ERG Iserlohn – RHC Recklinghausen 7:5 (4:3)

Mit einem B-Team (ohne Patrick Glowka, Sergio Pereira, Kai Milewski, Sebastian Glowka) blieb dem amtierenden Meister die bittere Erkenntnis, dass es gegen Recklinghausen schon größter Anstrengung bedarf, um als Sieger vom Platz zu gehen. Lange Zeit sah es sogar ganz danach aus, als ob die Vester am Hemberg gewinnen würden.

Schon in der Startphase war zu merken, dass sich der RHC angesichts der Iserlohner Personalnot gute Chancen ausrechnete: Die Gäste ergriffen umgehend das Zepter und verpassten das 1:0 mehrfach nur knapp. Dieses markierten die ziemlich konfus wirkenden Hausherren, nachdem Nils Hilbertz und Adrian Börkei die erste durchdachte Aktion gelungen war (5.), was aber nur kurzfristig verschleierte, dass die Gäste mehr Spielanteile hatten.

Folglich schloss Christoph Rindfleisch einen Konter nur zwei Minuten nach dem Rückstand mit dem 1:1 ab, ehe ERG-Schlussmann Lukas Kost mehrfach die RHC-Führung verhinderte. Zwei Geistesblitze von Nils Hilbertz (11./12.) konterkarierten das Geschehen dann abermals – hatte bei Recklinghausen aber keine nachhaltige Wirkung: Die Vester spielten weiter kontrolliert und kamen dank schönem Passspiel durch Niklas Nohlen (17.) und Niko Nohlen (23.) wieder zum Ausgleich.

Einzige Makel aus Gästesicht: Iserlohn ging mit einer Führung in die Pause, da Nils Hilbertz eine Unstimmigkeit in der RHC-Defensive Sekunden vor Ablauf der Uhr zum 4:3 nutzte. Doch die Iserlohner Führung hatte nach Wiederbeginn nicht lange Bestand: Christoph Rindfleisch traf nach Doppelpass mit Niko Nohlen zum 3:3 (30.), wenig später verwandelte Niklas Nohlen einen Strafstoß zum 4:3 (33.).

Und diese Führung hielt, wenngleich Iserlohn nun endlich erkannte, dass Recklinghausen eine harte Nuss ist. Wütend drückte der Meister nun aufs Tempo, kam aber nur selten zum kontrollierten Abschluss, weil der RHC mit Mann und Maus dagegen hielt. Erst als Niklas Nohlen etwas unglücklich Adrian Börkei zu Fall brachte und damit einen Penalty verursachte, den der Gefoulte erst im Nachschuss verwandelte (43.) kamen die Gastgeber zum nun längst fälligen Ausgleich.

Recklinghausen blieb aber am Drücker, fand nun aber immer seinen Meister in Lukas Kost und hatte schließlich Pech, als Adrian Börkei die Kugel aus dem Gewühl heraus zum 6:5 eindrückte (47.). Das letzte Aufbäumen des RHC brachte keine Wende mehr, vielmehr machte nochmals Adrian Börkei mit dem 7:5 alles klar (50.).

ERG Iserlohn:L. Kost, T. Weber; N. Hilbertz, P. Kirtyan, C. Hegener, C. Nunez, A. Börkei, T. Henke. – RHC Recklinghausen: D. Jakubiak, L. Andrioff; L. Sowade, P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Angenendt, M. Schürmann, D. Cholewinski, Niko Nohlen. – Schiedsrichter: F. Schäfer / M. Brosien.

Torfolge: 1:0 (5.) A. Börkei, 1:1 (7.) C. Rindfleisch, 2:1 (11.) N. Hilbertz, 3:1 (12.) N. Hilbertz, 3:2 (17.) Niklas Nohlen, 3:3 (23.) Niko Nohlen, 4:3 (25.) N. Hilbertz, 4:4 (30.) C. Rindfleisch, 4:5 (33./Direkter) Niklas Nohlen, 5:5 (43./Penalty) A. Börkei, 6:5 (45.) A. Börkei, 7:5 (50.) A. Börkei. - Zeitstrafen: ERG 4 min (A. Börkei/33. - N. Hilbertz/50.) – RHC 2 min (Niklas Nohlen/43.) - Teamfouls: ERG 6 – RHC 8.

 

              

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