IGR - History

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschichte des Rollschuhs

 

 

Der Ursprung der Rollschuhe ist nicht exakt nachweisbar. Eigentlicher Erfinder brauchbarer Rollschuhe im Jahre 1760 ist der Belgier Joseph Merlin. Doch die Erfindung brachte ihm kein Glück. So soll er sich mit Rollschuhen, die auf  kleinen Metallrädern liefen, und einer Violine in der Hand, bei einem Maskenball in London unter die Leute gemischt haben. Da er weder in der Lage war, seine Geschwindigkeit, noch seine Richtung zu  bestimmen, fuhr er gegen einen Spiegel, zerschmetterte ihn, zerbrach dabei sein Instrument und wurde ernsthaft verletzt. Der Durchbruch für das Rollschuhlaufen erfolgte, als der New Yorker James Leonard Plimton 1863 den ersten beweglichen  Rollschuh (Rollen an Federn) patentieren ließ. Sein Schuh hatte erstmals zwei parallele Reihen von Rollen aus Buchsbaumholz. Ein  Paar Rollen befanden sich auf der Höhe des Fußballens, das  zweite Paar unter der Ferse. Er nannte ihn ”Rocking Skate”. 1866 wurde in Newport (USA) die erste Rollschuhbahn eröffnet. 1880 zählte man in Paris bereits 40 und in London sogar 70 Rollschuhbahnen. Die größte Rollsporthalle, die jemals betrieben wurde, war die  Londoner Grand Hall Olympia, sie hatte die Größe eines Fußballplatzes. Rollschuhlaufen war vor der Jahrhundertwende allerdings weniger ein Sport, die Rollschuhbahn wurde ab 1880 ein gesellschaftlich anerkannter Platz, wo man Menschen traf und selbst gesehen wurde - eine Freizeitsportstätte. Durch die einsetzende Massenproduktion wurde der Rollschuh zum Ende des 19. Jahrhunderts auch für den  Durchschnittsbürger erschwinglich. Zum Sportgerät wurde der Rollschuh erst nach der Erfindung des  Kugellagers im Jahr 1884. Als erste Sportart auf Rollschuhen entstand der Schnellauf. In Anlehnung an den Radsport und im Gegensatz zum  Eisschnellauf, liefen die Sportler Rennen mit Massenstarts und Staffeln. In London begann man mit einem Ballspiel auf Rollschuhen, das man Rink Polo und später Rink Hockey (Rollhockey) nannte. Erst sehr viel später, mit der Weiterentwicklung des Rollschuhs, entstand schließlich der Rollkunstlauf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschichte des Rollhockeys

 

 

Der 16. Januar 1886 ist das offizielle Geburtsdatum des modernen Rollhockeys. An diesem Tag wurde in den Salons des Canon Street Hotels  in London die Hockey Association gegründet, der Vorläufer des heutigen  englischen Rollhockeyverbandes. Durch englische Touristen breitete sich Rollhockey nach der  Jahrhundertwende in Mitteleuropa aus. 1924 schließlich gründete sich in Montreux die  Federacion Internacional de Roller Skating (FIRS) durch Deutschland, Frankreich, England und die Schweiz. Bis zum II. Weltkrieg war England die dominierende Nation bei Europa- und  Weltmeisterschaften. Die ersten Europameisterschaften fanden 1926 statt  und zehn Jahre danach erstmals eine WM. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen vor allem südeuropäischen Nationen wie Spanien, Portugal und Italien das Zepter. Als im Jahr 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona Rollhockey Vorführsportart war bestanden Hoffnungen, dauerhaft ins olympische Programm aufgenommen zu werden. Sieger des bisher einzigen Auftritts bei Olympischen Spielen wurde Argentinien. Die Hoffnungen auf weitere Olympiaauftritte haben sich nicht erfüllt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IGR - Rollhockey in Remscheid

 

 

Rollsport wurde in Remscheid bereits vor dem letzten Krieg in mehreren Vereinen betrieben. Am 01.04.1962 erfolgte die Gründung der ”Intressengemeinschaft Rollsport IGR Remscheid”€ durch den Remscheider Turnverein von 1861 und den VfB Marathon 06. In der IGR wurden die Aktivitäten des Rollkunstlaufs des RTV und des Rollhockeys des VfB gebündelt. Im Jahre 1965 gelang der Aufstieg der IGR in die Oberliga, damals die höchste nationale Spielklasse und Vorläufer der Rollhockeybundesliga, in der die Remscheider Farben mit nur einem Jahr Unterbrechung bis heute vertreten sind. 1968 war es dann soweit: die IGR errang den ersten Deutschen Meistertitel. Der sich anschließende Auftritt im Europapokal der  Landesmeister endete erst im Halbfinale. 1969 konnte der Meistertitel verteidigt werden und parallel zahlte sich die Jugendarbeit aus, denn die A-Jugend wurde ebenfalls Deutscher Meister. In den folgenden Jahren brachte die IGR viele herausragende Rollhockeyspieler hervor. Stellvertretend sei der Rekordinternationale Wolfgang Jex genannt, der insgesamt 250 Länderspiele bestritt. 1978 gewann die IGR den dritten Meisterschaftstitel. 1987 wurden die IGR-Junioren Deutscher Meister. Zum Anfang der Neunzigerjahre folgten in der Bundesliga die legendären Duelle mit dem RSV Weil, gegen den 1992 und 1994 die Deutschen Meisterschaften Nr. 4 und 5 gewonnen wurden. 1993 und 1995 erreichte die mit Nationalspielern gespickte IGR im Europapokal der Landesmeister jeweils das Halbfinale. In der Folgezeit erfolgte ein personeller Neuanfang. In der Bundesliga war in den Jahren 2002, 2005, 2006 und 2007 erst im Halbfinale der Play-offs um die Deutsche Meisterschaft die Endstation erreicht. 2001 wurde die Verbindung zwischen RTV und VfB aufgelöst. Erfolge gab es seit 2001 Jugendbereich: 2001 und 2007 gewann die B-Jugend die Deutsche Meisterschaft, 2004, 2008 und 2009 die C-Jugend sowie in den Jahren 2002, 2005 und 2007 die D-Jugend. Zum Jahresende 2009 stellte der VfB den Rollhockeysport ein, als die Rollhockeysportler den Verein verließen und und ihren Sport in der neu gegründete IGR “Rollsportverein -IGR- Remscheid e.V. weiterführten, die seit dem 01.01.2010 den Spielbetrieb in allen Ligen übernommen hat. Bereits im ersten Jahr stellt sich der Erfolg ein, als die A-Jugend Deutscher Meister wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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